Paderborner Weihnachtszirkus 2022

Zirkusluft und Weihnachtsstimmung

Zirkus und Weihnachten passen ganz hervorragend zusammen! Das wissen die etwas (!) Älteren unter uns natürlich noch von den „Stars in der Manege,“ für die sich die Familie am Zweiten Weihnachtstag vorm Fernseher versammelte. Das erkennt man aber auch sofort, fährt man in diesen Tagen über Löffelmann- oder Fürstenweg am Schützenplatz vorbei (das ist da neben dem Freibad). Hier nämlich gastiert nun zum zweiten Mal der Paderborner Weihnachtszirkus seit dem 16. Dezember und noch bis zum Ende der NRW-Schulferien am 8. Januar 2023. Unser Ausflugsteam durfte gleich am ersten Abend die beeindruckende Show im weihnachtlichen Ambiente genießen und berichtet natürlich hier für euch davon.

Mit dem Eingang öffnet sich ein Weihnachtsmärchen

Das weihnachtlich geschmückte und beleuchtete Zelt macht schon von außen reichlich neugierig, und wenn man durch den Lichterbogen geht und durch den schweren Vorhang das Empfangszelt betritt, fühlt man sich tatsächlich wie in einer Weihnachtswelt. Roter Teppich, schwere Vorhänge, Weihnachtsbäume, Kamin, reichlich Lichter und duftende Marktstände mit Köstlichkeiten von Popcorn bis Bratwurst sorgen für die perfekte Mischung aus Zirkusluft und Weihnachtsstimmung.

Zwiebellook ist Trumpf

So geht es weiter, wenn man dann auf seinem Sitz rund um die Manege Platz nimmt und auf die gold- und rotglänzend geschmückte Szenerie schaut. Die Reihen sind ansteigend bestuhlt (einzig in der Loge stehen zwei Stuhlreihen direkt ebenerdig hintereinander, was aber kein großes Sichtproblem darstellt). Auch bei eisigen Außentemperaturen muss man im Zelt nicht frieren, wenn man sich denn nicht allzu dünn angezogen hat. Zwiebellook ist Trumpf!

Der Nussknacker

Als Rahmen für die rund zweieinhalbstündige Show (inkl. Pause) wählte die Zirkusfamilie Wasserthal in diesem Jahr die Geschichte vom Nussknacker mit Elementen aus der Originalgeschichte von E.T.A Hoffmann und vor allem des berühmten Balletts von Tschaikowsky. Zirkusdirektor Lars Wasserthal erzählt die Geschichte und lebendig umgesetzt wird sie in Schauspielszenen, Tanz- und Gesangsnummern. Ein Hauch von Disney-Musical durchweht den Raum!

Am Weihnachtsabend gelangt Clara (Carolin Rossow) in eine Zauberwelt, in der sie magische Wesen zu neuem Leben erwecken kann. Dort trifft sie nicht nur Nussknacker und Rattenkönig, sondern erhält auch eine Einladung an den Hof der Zuckerfee. Klara ist es, die die einzelnen Nummern der Akrobaten, Tänzer und Clowns per Berührung und eben Magie ins Rampenlicht holt.

Spektakuläre Akrobatik

Die einzelnen Darbietungen sind für sich schon beeindruckend, schaffen dann immer noch eine Steigerung. Brennende Hula-Hoop-Reifen, und zwar nicht wenige!, elegant balanciert, ein ebenso verblüffender wie souveräner Drahtseilakt, eine lebendig gefüllte Weihnachtskugel, elegant-verzaubernde Akrobatik am Ring, unfassbare Equlibristik und im Finale noch wahnwitzige Sprünge von der Russischen Schaukel ließen nicht nur die Kinder mit staunenden Augen und offenem Mund begeistert applaudieren.

Natürlich nicht ohne Clown

Dazwischen sorgen witzige, aber nicht klamaukige Clown- und Comedy-Ballett-Nummern, bei denen keine Wassermelonen getragen werden (auch hier werden diejenigen, die die 80er live erleben durften, wissend nicken) für Verschnaufpausen zum Atemholen. Die glitzernden und glänzenden Kostüme bieten mehr als ein weihnachtliches Sahnehäubchen zu dieser festlichen und stimmungsvollen Aufführung für die ganze Familie.

ELTERNMEINUNG

Um ehrlich zu sein, hatten wir uns eigentlich mehr als Begleitpersonen gesehen, die den Kindern Popcorn spendieren und die Hand halten, wenn es zu spannend würde. So richtige Zirkusenthusiasten sind wir nämlich nicht. Und dann wurden wir eines Besseren belehrt, denn die Kinder tätschelten uns beruhigend die Hand und sagten, wann wir die Augen wieder aufmachen konnten. Die waghalsigen Sprünge und elastischen Körperbiegungen und Kopf-an-Kopfstände bringen nämlich Eltern, die es seit Jahren gewohnt sind, Gefahren kommen zu sehen und aufs Schlimmste gefasst zu sein, ganz schön ins Schwitzen. Umso größer ist die Bewunderung für diese Kunstfertigkeiten. Über allem schwebt für uns dennoch die Frage: Wie übt man das und wie viele kleine und große Blessuren erträgt man dafür wohl? Auch die humorvollen Einlagen zogen uns mühelos ein Stück weit tiefer ins Zirkusfieber, denn sie sind nicht albern, auch zu Gästen in der Manege freundlich und einfach witzig.

Und natürlich war es uns vor allem eine besondere Freude, die leuchtenden Kinderaugen neben uns zu sehen und zu beobachten, wie beeindruckt und verzaubert sie waren. Für einige im Testteam war es gar der erste echte Zirkusbesuch, und das muss man gesehen haben. Wir empfehlen den Besuch daher sehr gerne für Groß und Klein, am besten zusammen!

KINDERMEINUNG
aufgeschrieben von unserem Kinderreporter Bado (12 Jahre)

Tanz, Gesang, Akrobatik oder Action, was findet ihr am besten? Beim Paderborner Weihnachtszirkus wird alles geboten! Es ist eine spannende Reise für die ganze Familie, in der Clara ganz neue Welten kennenlernt. Es gibt lustige Einlagen von einem Clown. Die Show ist mit vielen waghalsigen Stunts, schönen Tänzen und Gesang sehr schön ausgeschmückt. Nebenbei erlebt man die Geschichte von Clara und dem Nussknacker. Der Paderborner Weihnachtszirkurs lohnt sich auf jeden Fall! 😉

Goldenes Ticket

Die Eintrittspreise liegen zwischen 15 Euro und 42 Euro, und wir wagen zu behaupten, dass man von allen Plätzen aus, die Show gut erleben kann. Für Kinder, die „jemals Teil der Circus-Phantasia-Familie waren,“ also etwa an einem der Schulprojekte der Zirkusfamilie teilgenommen haben, kann übrigens bei entsprechender Begleitung ein „Goldenes Ticket“ gebucht werden.

Wie genau das funktioniert und mehr über den Paderborner Weihnachtszirkus lest ihr hier.

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